Nackenschemel , Nackenstütze, Kopfbank, sehr niederes schemelartiges Möbelstück, bestehend aus zwei Seitenteilen und einem leicht * konkav geschwungenen Mittelstück als Auflagefläche für den Nacken beim Schlafen.
Nackenschemel zählen zu den ältesten Möbelstücken. Die frühesten Beispiele stammen aus Ägypten. Besonders bekannt ist ein aus Elfenbein geschnitztes Exemplar aus dem Schatz des Tutenchamun. In Regionen, in denen noch auf Matten auf dem Boden geschlafen wird (Ozeanien, Melanesien usw.), ist der Nackenschemel zum Teil heute noch in Verwendung. Im Barock und Rokoko war im Bett zum Schutz der hochgetürmten "Dauerfrisuren" ein dem Nackenschemel ähnliches Kleinmöbel gebräuchlich, die so genannte Kopfbank.
W. M. F. PETRIE, Objects of daily use, London 1927; F. TIESLER, Bemerkungen zu zusammengesetzten Nackenstützen von den Admiralitäts-Inseln, Abh. und Berichte des Staatlichen Museum für Völkerkunde Dresden, Bd. 28, Berlin 1968; R. D. BARNETT, Ancient Ivories in the Middle East, The Hebrew University of Jerusalem 14, 1982; W. STÖHR, Kunst und Kultur aus der Südsee, Sammlung Clausmeyer, Melanesien, Kat. Köln 1987.
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