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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Neoplastizismus , von französisch néoplasticisme, von Piet Mondrian geprägter Begriff für die "neue Gestaltung", "neue Formgebung" der von ihm propagierten elementaren Flächenmalerei. In seinem Werk "L'homme, la rue, la cité" (Der Mensch, die Straße, die Stadt) präzisierte Mondrian seine Vorstellungen wie folgt:

1. Bildnerische Mittel sind die Fläche oder - in der Architektur - das rechtwinkelige Prisma in den Primärfarben (Rot, Blau, Gelb) und den so genannten Nicht-Farben (Weiß, Schwarz, Grau). In der Architektur gilt der leere Raum als Nicht-Farbe, die Materie als Farbe.

2. Die Gleichgewichtigkeit der bildnerischen Mittel ist vorrangig, unabhängig von der Verschiedenheit in Dimension und Farbe. Als gleichwertig angesehen wird eine große Fläche von Nicht-Farbe und eine kleinere farbige Fläche bzw. Materie.

3. Die im bildnerischen Mittel enthaltene Dualität der Gegeneinandersetzung muß in der Komposition eine Fortsetzung finden.

4. Das konstante Gleichgewicht wird durch die Beziehungen von Entgegengesetztem erzielt. Primär drückt es sich aus durch die Gerade (Grenze des bildnerischen Mittels) und ihren Hauptkontrast, den rechten Winkel.

5. Das Gleichgewicht, das die bildnerischen Mittel neutralisiert und aufhebt, entsteht durch die gegenseitig proportionalen Beziehungen, die den lebendigen Rhythmus erzeugen. Mondrian war Gründungsmitglied der Gruppe De Stijl (* Stijl), entfernte sich dann aber durch seine Ansichten über den Neoplastizismus bzw. den * Suprematismus, die von Theo van Doesburg in mehreren Manifesten abgelehnt wurden, von dem Künstlerkreis. Geteilt wurden die Auffassungen Mondrians dagegen von Malewitsch. Die Hauptzeit des Neoplastizismus war von 1912 bis 1920.

K. THOMAS, DuMont's kleines Sachwörterbuch zur Kunst d. 20. Jh., Köln 1989.


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