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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Neue Künstlervereinigung München (NKM), Künstlergruppe, die 1909 aus der * Münchner Sezession hervorging.

Die Mitglieder der Gruppe waren nachimpressionistisch ausgerichtet und orientierten sich u. a. am * Fauvismus. Wie die Fauvisten folgten auch die Mitglieder der NKM nicht dem impressionistischen Illusionismus mit seinem die Konturen auflösenden Stil. Die der NKM angehörenden Maler suchten nach einer Formensprache, die nicht nur die Eindrücke (Impressionen) der äußeren, sondern auch der inneren Welt wiederzugeben vermochte. Den Vorsitz der Gruppe führte der russische Maler Wassily Kandinsky, der die von ihm dargestellten Objekte immer mehr abstrahierte und 1910 das erste rein abstrakte * Aquarell malte.

Andere Mitglieder der NKM waren u. a. B. Baum, V. v. Bechtejeff, A. Erbslöh, A. v. Jawlensky, A. Kanoldt, A. Kubin, G. Münter, H. Schnabel, M. v. Werefkin, O. Wittenstein, der Bildhauer M. Kogan und der Tänzer A. Sacharov. Klee und Macke hatten ein Naheverhältnis zur Gruppe, der 1911 auch F. Marc als Mitglied beitrat. Die erste Ausstellung der NKM fand 1910 in der Galerie Tannhauser in München statt. Im Leitartikel der angesehenen Tageszeitung "Münchner Neueste Nachrichten" wurden die Mitglieder der NKM der ausgestellten Bilder wegen wie folgt charakterisiert: "Entweder ist die Mehrheit der Mitglieder dieser Vereinigung unheilbar geisteskrank, oder wir haben es mit einer Gruppe von skrupellosen Hochstaplern zu tun, die bestens um die Schwäche unserer Zeitgenossen für Sensationen wissen und versuchen, diese große Nachfrage zu nutzen."

Nach aufgetretenen Spannungen wegen eines ausjurierten Werkes mit dem Titel "Komposition V", das Kandinsky 1911, bei der 3. Ausstellung der NKM, präsentieren wollte, verließen F. Marc, W. Kandinsky, A. Kubin und G. Münter noch im gleichen Jahr die NKM und gründeten den * Blauen Reiter. Die Jury rechtfertigte ihre ablehnende Haltung damit, dass es sich bei besagtem Gemälde um * abstrakte Kunst handle. Otto Fischer, einer der Gegner Kandinskys, soll in dem Zusammenhang gesagt haben, dass ein Bild ohne Gegenstand absurd sei.

Nachdem dann auch Jawlensky und Werefkin aufgrund der von Fischer stammenden Publikation "Das Neue Bild" ausgeschieden waren, löste sich der NKM 1912 auf.

L. B. BUCHHEIM, Der Blaue Reiter u. die NKM, Feldafing 1959; R. GOLLEK, Der Blaue Reiter im Lenbachhaus, Kat. der Slg., München 1988.


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