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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Nikolaus von Myra (von Bari), Heiliger. Der Name Nikolaus wird abgeleitet von griechisch nike, "Sieg", und laos, "Volk".

Sein Fest fällt auf den 6. Dezember. Der Legende zufolge starb der Heilige um 350 n. Chr. als Bischof von Myra (heute Demre) in Lykien (Kleinasien), wo sich noch heute sein zerbrochener Sarkophag befindet. Die Gebeine wurden 1087 entwendet, nach Bari gebracht und dort in einer eigens errichteten Grabkirche bestattet. Während die Verehrung des hl. Nikolaus anfänglich nur in der Ostkirche üblich war, fand sie seit dem 9. Jh. auch Eingang in den westlichen Kultus.

Der Heilige wurde zunächst nach byzantinischem Vorbild barhäuptig, später mit * Mitra und * Krummstab dargestellt, sowie mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln. Das Attribut der drei goldfarbenen Kugeln geht auf eine Volkssage zurück: da drei Jungfrauen aus Armut nicht heiraten konnten, warf Nikolaus drei Kugeln oder Äpfel aus purem Gold als Mitgift durch ihr Fenster. Einer anderen Legende zufolge soll Nikolaus drei unschuldig verurteilte Adelige vor dem Tod gerettet haben, indem er Kaiser Konstantin im Schlaf erschien.

Bisweilen wird ferner von der Errettung dreier in Seenot geratener Pilger berichtet und der Heilige deshalb manchmal auch mit einem Anker dargestellt. Drei beigefügte Brote beziehen sich auf eine erst seit dem 15. Jh. bekannte Legende. Um für das hungrige Volk Brote backen zu können, erbat sich Nikolaus von den Getreidehändlern von jedem für Kaiser Konstantin bestimmten Schiff 100 Scheffel Getreide und versicherte, dass durch seine Gebete bei der Ablieferung in Rom kein Korn fehlen werde.

K. MEISEN, Nikolauskult u. Nikolausbrauchtum im Abendlande, in: Forschung zur Volkskunde, H. 9-12, Düsseldorf 1931; L. KRETZENBACHER, Das Nikolaus-Schiff, in: Bulletin f. Heimatk. 25, Graz 1951; S. METKEN, St. Nikolaus in Kult u. Volksbrauch, Duisburg 1960; A. RAHMER, Nikolauslegenden, München 1964; W. HOTZ, St. N. v. Myra, in: Rheinheimer Texte 6, Darmstadt 1974; E. Ch. SUTTNER, Die Wahrheit der St. N.-Legende, in: FS f. Lenzenweger, Wien 1986.


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