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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Noli me tangere , lateinisch, "rühr mich nicht an!", Worte Christi an * Maria Magdalena nach der * Auferstehung (* Johannes 20, 14-18).

Die Darstellung des auferstandenen * Heilands in einem Garten mit der vor ihm knienden Maria Magdalena wird in der christlichen Kunst Nolime tangere oder "Jesus als Gärtner" genannt. Christus hat für gewöhnlich ein Gärtnerwerkzeug, meist einen Spaten, in einer Hand, die andere hält er von sich gestreckt, um Maria Magdalena anzuzeigen, nicht näher zu kommen.

Als ältestes Beispiel des Noli me tangere-Motivs galt eine Darstellung auf der * Lipsanothek von Brescia aus der Zeit um 360/70 n. Chr. (Museo Civico in Brescia). Diese Zuschreibung wird allerdings in Zweifel gezogen, da das Thema erst in frühmittelalterlichen Handschriften üblich wurde, wie etwa in dem Drogo Sakramentar (ca. 850) und dem Codex Egberti ( 985-990).

F. M. GODFREY, Christ and Mary Magdalene on Easter Morning. An Iconographical Study of the "N.", in: Apollo 51, 1950; H. SCHRADE, Zu dem N. der Hildesheimer Bronzetür, in: Westfalen 39, H. 1-3, 1961; E. v. PHILIPPOVICH, Elfenbein, München 1982.


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