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Armory Show . Im Anschluss an den Erfolg, den die 4. * Sonderbund- Ausstellung mit moderner Kunst gehabt hatte (Köln 1912), fand in Amerika 1913 eine Ausstellung moderner amerikanischer und europäischer Kunstwerke statt. Sie wurde vom 17. Feber - 15. März 1913 im ehemaligen * Zeughaus (Armory) des 69. Kavallerieregiments in New York abgehalten. Von den 1600 ausgestellten Werken kam etwa ein Drittel aus Europa (viele davon waren in Köln ausgestellt gewesen), und es waren gerade diese Exponate, die die Aufmerksamkeit von Kritikern und Besuchern erregten. In Amerika war die Kunst zu der Zeit noch äußerst konservativ, traditionsgebunden, und die Amerikaner kannten die Werke der europäischen Avantgarde kaum. Mit dementsprechender Skepsis wurde die Moderne anfänglich auch aufgenommen. So sagte etwa der ehemalige Präsident Theodore Roosevelt bei einem privaten Besuch der Armory Show: "Das ist keine Kunst!" Nach der Armory Show erfolgten Präsentationen der Exponate auch in Chicago und Boston, mit ähnlich divergierenden Kritiken - einerseits Beigeisterung, anderseits Unverständnis und Ablehnung; so verbrannten etwa in Chicago Studenten der dortigen Kunstakademie Kopien von ausgestellten Gemälden. Mit diesen Ausstellungen wurde aber die Vormachtstellung der National Academy of Design gebrochen, die ausschließlich der konservativen Kunst verhaftet war, und es folgte ein gesunder Wettstreit der Künste.
W. KUHN, The Story of the Armory Show, New York 1938; M. W. BROWN, American Painting from the Armory Show to the Depression, Princeton 1955; M. W. BROWN, The Story of the Armory Show, New York 1963.
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