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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Normannischer Baustil , nach den Normannen, die von den Wikingern abstammten und sich 911 als Vasallen des französischen Königs in der Normandie niederließen, benannte hochromanische Architektur.

Nach dem Sieg des Normannenkönigs Wilhelm II., des Eroberers, 1066 in der Schlacht bei Hastings verbreitete sich der Normannische Baustil auch in England (anglo-normannischer Stil) und gelangte durch König Roger I. schließlich auch nach Sizilien. Neben Eigenheiten, die aus der Normandie stammen, sind im Normannischen Baustil auch stilistische Merkmale aus Burgund und dem Rheinland erkennbar.

Charakteristisch für den monumental und wehrhaft wirkenden, mit sparsamer Ornamentik ausgestatteten Normannischen Baustil sind * Rundbögen, die Anlage dreischiffiger * Basiliken, Doppelturmfassaden, Vierungstürme mit quadratischem Grundriss, * Arkaden, * Lichtgaden und * Emporen. Im frühen 12. Jh. löste die * Kreuzrippenwölbung die ursprüngliche Flachdecke ab.

Die Steinmetzarbeiten weisen vor allem vom * Kerbschnitt abgeleitete Formen und Zickzack-Motive auf, die * Bauplastik ist sparsam eingesetzt, mit Ausnahme der so genannten Portalskulpturen oder Gewändefiguren (* Gewände). Seit dem 12. Jh. ist ein verstärktes Auftreten des * vegetabilen Dekors feststellbar.

Charakteristische Beispiele für den Normannischen Baustil sind in Frankreich die Kirchen Saint-Étienne (1065) und Sainte Trinité (1059) in Caen sowie die Abteikirche des Mont-Saint-Michel (2. Hälfte 11. Jh.). In England waren die ersten im Normannischen Baustil erfolgten Bauten die * Kathedralen von Canterbury (1067), Durham (1093) und Winchester (1079). Der Normannische Baustil war wegbereitend für die Ausbildung der Gotik in der * Ile-de-France, beispielsweise gab es schon * Dienste und Ansätze zu einem * Strebewerk.

K. BAUCH, Über die Herkunft der Gotik, Freiburg i. Br. 1939; R. LIESS, Der frühromanische Kirchenbau des 11. Jh. in der Normandie, München 1967; L. MUSSET, Romanische Normandie, Würzburg 1989.


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