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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Oblate , die, von lateinisch oblatus, "hingetragen", "dargebracht",

1) dünne Scheibe ungesäuerten Weizenbrotes. Eine Sonderform der Oblaten sind die in der christlichen Kirche bei der * Eucharistie verwendeten kleinen runden * Hostien. Die Bezeichnung Oblate geht darauf zurück, dass die Gemeindemitglieder im frühen Christentum die für das * Abendmahl bestimmten Brote selbst in die Kirche mitbrachten. Vom Priester geweihte Oblaten werden als "konsekrierte Hostien" bezeichnet. Oblaten finden auch als Unterlage für Lebkuchen und Konfekt Verwendung.

2) Bezeichnung für silhouettierte farbige Lack- oder Glanzbilder, die man früher vor allem als Verzierung in Poesiealben etc. klebte. Heute sind solche Bildchen vor allem noch in Verbindung mit Lebkuchen üblich, z. B. mit der Darstellung des hl. * Nikolaus oder des Weihnachtsmannes.

3) Klosterkinder, d. h. für den Ordensstand bestimmte Kinder, die im Mittelalter einem Kloster überlassen wurden.

4) Oblate, der, Bezeichnung für Laienbrüder in einem Kloster.

M. BERTRAND, Weihnachtliche Oblaten, in: Sammler Journal, Nr. 12, Dez. 1982.


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