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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Obsidian , Glasachat, schwarze oder bräunliche kieselsäurereiche Glaslava, die durch Abkühlen vulkanischer Schmelzflüsse entstanden ist.

Bereits im * Neolithikum wurden Werkzeuge und Schmuckgegenstände aus Obsidian gefertigt. Der Name geht angeblich auf einen gewissen Obsius zurück, der das Material in Äthiopien gefunden und nach Rom gebracht haben soll. Auch in Olympia, wo Archäologen die Werkstatt des griechischen Bildhauers * Phidias lokalisierten, wurden Obsidian-Stücke geborgen. Bei den Azteken spielten Obsidianmesser als Kultgegenstände eine wichtige Rolle. Mit ihnen schnitten Priester bei Ritualopfern lebenden Menschen das Herz aus der Brust.

K. A. NOWOTNY, Mexikanische Kostbarkeiten aus Kunstkammern der Renaissance, Wien 1960, S. 69.


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