Odysseus (lateinisch Ulixes, Ulysses), in der griechischen Mythologie Sohn des Laertes und der Antikleia, Gemahl der * Penelope und Vater des * Telemach.
Als ehemaliger Freier * Helenas war Odysseus, König der Insel Ithaka, zur Teilnahme am * Trojanischen Krieg verpflichtet und zog mit zwölf Schiffen gegen Troja. Nach zehnjährigem Kampf konnte die Stadt schließlich durch eine Kriegslist des Odysseus mit Hilfe des so genannten * Trojanischen Pferdes erobert werden. Anderen Quellen zufolge stammte die Idee für die hölzerne * Monumentalfigur von Prylis, einem Sohn des Gottes * Hermes.
Nach der Einnahme der Stadt, bei der mit Ausnahme des jugendlichen * Äneas alle trojanischen Helden gefallen waren, begann für Odysseus eine zehn Jahre währende Irrfahrt, die so genannte * Odyssee. Nach insgesamt zwanzigjähriger Abwesenheit zu Hause angekommen, töteten Odysseus und sein Sohn Telemach die Freier seiner Frau (vgl. * Penelope). Betreffend die Abenteuer während der Odysse, s. * Circe, * Sirene, * Polyphem.
U. v. WILAMOWITZ-MOELLENDORFF, Die Heimkehr des Odysseus, Berlin 1927; H. HUNGER, Die Odysseusgestalt in Odyssee u. Ilias, Diss. Kiel 1962; R. v. RANKE-GRAVES, Griechische Mythologie, Reinbek b. Hamburg 1984; O. STUMPFE, Die Heroen Griechenlands: Einübung des Denkens von Theseus bis Odysseus, München 1986; H. HUNGER, Lex. der griech. u. röm. Mythologie, Wien 1988.
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