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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Artemis , mit Pfeil und Bogen bewaffnete griechische Göttin der Jagd und Herrin der Tiere, Tochter des * Zeus und der * Titanin * Leto, Zwillingsschwester des Gottes * Apollon.

Die Jagdgöttin hieß bei den Römern * Diana. Weil Artemis von ihrer Mutter ohne Schmerzen geboren worden sein soll, wurde sie von den Schicksalsgöttinnen zur Schirmherrin der Gebärenden erkoren. Wie Kallimachos in seinem Hymnos schrieb, wünschte sich Artemis im Alter von drei Jahren von ihrem Vater Zeus Pfeil und Bogen wie ihr Bruder, des weiteren ewige Jungfräulichkeit, alle Berge der Welt sowie * Okeaniden und * Najaden als Begleiterinnen. Nachdem sie sich von den * Kyklopen einen silbernen Bogen mit einem Köcher voller Pfeile hatte schmieden lassen, ging sie nach Arkadien und erhielt von * Pan drei langohrige Spürhunde sowie sieben schnelle Jagdhunde aus Sparta. Artemis fing zwei Paar gehörnte * Hindinnen und spannte sie vor ihren Wagen aus purem Gold. Sie lebte unberührt und verlangte auch von ihrem Gefolge keuschen Lebenswandel. Als Artemis beim Baden feststellte, dass * Kallisto, eine der sie begleitenden * Nymphen, ein Kind erwartete, verwandelte sie diese in eine Bärin und rief ihre Hunde. Nur das Eingreifen des Gottes Zeus, der die Nymphe verführt hatte und sie nun als Sternbild des Großen Bären zwischen die Gestirne setzte, bewahrte Kallisto und das ungeborene Kind vor dem Schicksal, zerrissen zu werden. * Arkas, der Sohn Kallistos, gilt als Ahnherr der Arkadier. (* Aktäon wurde von Artemis in einen Hirsch verwandelt und von seinen eigenen Hunden zerrissen, weil er die Göttin beim Bad unabsichtlich überrascht und nackt gesehen hatte.) Das Thema der mit den Nymphen badenden Artemis war im Barock ein beliebtes Motiv der bild. Kunst. Häufig dargestellt wurde Artemis auch als Göttin der Jagd und gemeinsam mit Apollon beim Töten des Riesen * Tityos sowie der * Niobiden.

  G. BRUNS, Die Jägerin A. Studien zum Ursprung ihrer Darstellung, Diss. München 1929; K. HOEN, A. Gestaltwandel einer Göttin, Zürich 1946; R. FLEISCHER, A. von Ephesos u. verwandte Kultstatuen aus Anatolien u. Syrien, Leiden 1973; R. v. RANKE-GRAVES, Griech. Mytologie, Reinbek b. Hamburg 1960.


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