Osterkerze , große, oft schön verzierte Kerze.
Sie wird in der Osternacht (Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag) geweiht und von da an bei jedem Gottesdienst bis zum Pfingstsonntag (früher bis Christi Himmelfahrt) entzündet und brennt während der ganzen Messe.
Die Kerzen des römischen Kaiserkultes dienten möglicherweise Bischof Ambrosius von Mailand (um 340-397) als Vorbild für die Osterkerze, als Symbol für den Sieg Christi. Nachweisen lässt sich der Brauch der Osterkerze seit 384, wo in Piacenza eine Osterkerze Verwendung fand. Eine Lobpreisung der Osterkerze findet durch die Verlesung der * Exsultetrollen statt. Aus den Resten der Osterkerze des Vorjahrs ließen die Päpste im ersten und jedem siebenten Jahr ihres Pontifikats * Agnus-Dei-Medaillen gießen.
A. Schmid, Osterkerzen und Osterleuchter, in: Zeitschr. f. christl. Kunst 24, 1911.
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