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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Abstrakte Kunst , gegenstandslose Kunst, gegenstandsfreie Kunst, von lateinisch abstrahere, "abziehen", "loslösen",

Bezeichnung für jede Form der Bildenden Kunst, die sich von der gegenständlichen, wirklichkeitsbezogenen Darstellung losgelöst hat. Mit der Abstrakten Kunst versuchen manche Künstler die Innenwelt darzustellen, die vielfältiger ist als die sichtbare Außenwelt. Bisweilen wird auch auf das sichtbare Wesentliche eines Gegenstands eingegangen und dieses überbetont. Meist aber lösen die Objekte der Abstrakten Kunst beim Betrachter keine objektive Gegenstandsassoziation aus. Wenn kein Bezug zur Wirklichkeit hergestellt werden kann, ist bei der Beurteilung nur eine Interpretation, aber keine sachliche Beschreibung möglich. Zu abstrakten Kunstwerken wird deshalb häufig eine schriftliche Legende mitgeliefert, die informiert, was der Künstler bei der Herstellung fühlte oder dachte. Ohne Legende divergieren die Aussagen selbst kompetenter Kunstexperten bei der Interpretation ein und desselben Objekts der Abstrakten Kunst häufig stark.

Abstrakt schaffende Künstler bezeichnen ihre Arbeiten gerne als * absolute Kunst. Einer der bedeutendsten Vertreter dieser Richtung war der russische Maler Wassily Kandinsky (1866-1944), der die abstrakte Malerei praktisch und theoretisch begründete. Nachdem er zunächst in * expressionistischer Manier gearbeitet hatte, begann sich Kandinsky von der sichtbaren Natur zu lösen und Farbkompositionen sowie "reine Formen", d. h. geometrische Motive zu bevorzugen. 1911 gab er gemeinsam mit Franz Marc den * Blauen Reiter heraus (vgl. * Neue Künstlervereinigung). Zur gleichen Zeit experimentierten weltweit viele Künstler mit Abstaktion und gelangten so zur Abstrakten Kunst Die Abstrakte Kunst verbreitete sich in immer neuen Stilvarianten über die ganze westliche und Teile der östlichen Welt.

Die beiden hauptsächlichen Ausgangspunkte der Abstrakten Kunst waren die aus dem * Expressionismus hervorgegangene freie Malerei, wie etwa von W. Kandinsky, E. W. Nay, H. Hartung, J. Pollock vertreten, und die fast gleichzeitig vom * Kubismus beeinflusste geometrisierende Abstrakten Kunst, der sich z. B. M. F. Larionow, F. Kupka, K. Malewitsch und P. Mondrian widmeten. (* absolute Kunst, * Abstraction-Création, * Abstrakter Expressionismus, * Colour-field-painting, * Dadaismus, * Geometrische Abstraktion, * Informel, * Kubismus, * Orphismus, * Synchronismus, * Tachismus usw.).

M. BRION, Geschichte der abstrakten Malerei, Köln 1960; O. STELTZER, Die Vorgeschichte der abstrakten Kunst, München 1964; H. LÜTZELER, Abstrakte Malerei, Bedeutung und Grenzen, Gütersloh 1967; J.- C. LAMBERT, Die abstrakte Malerei, Lausanne 1967; C. BLOK, Gesch. der A., Köln 1975.


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