Paläolithikum , von griechisch palaios, "alt", und lithos, "Stein",
Bezeichnung für Altsteinzeit, d. h. für den ältesten Abschnitt der Menschheitsgeschichte, für die Epoche vom Beginn des Werkzeuggebrauchs bis zum Ende der Eiszeit ca. 10.000 v. Chr. Eine genauere Datierung ist bisher nur für die jüngere Altsteinzeit annähernd gesichert. Das Paläolithikum gliedert sich
1. in ein unteres oder älteres Paläolithikum (vor 60.000),
2. das Mittel-Paläolithikum, auch als jüngerer Abschnitt des Alt-Paläolithikum bezeichnet (ca. 60.000-50.000 v. Chr.) und
3. ins jüngere oder obere Paläolithikum (ca. 50.000-10.000 v. Chr.) mit den Unterteilungen * Aurignacien, Solutréen und * Magdalénien.
I. SELLNOW, Grundprinzipien einer Periodisierung der Urgeschichte, Berlin 1961; G. SMOLLA, Epochen der menschlichen Frühzeit, Freiburg i. Br., München 1968; F. BORDES, Faustkeil u. Mammut. Die Altsteinzeit, München 1968; J. MELLINK, J. FILIP, Frühe Stufen d. Kunst, in: Propyläen Kunstgeschichte Bd. 13, 1974; H. MÜLLER-BECK, G. ALBRECHT (Hg.), Die Anfänge der Kunst vor 30.000 Jahren, Stuttgart 1987; I. TATTERSALL, E. DELSON, J. V. COUVERING (Hg.), Encyclopedia of Human Evolution and Prehistory, New York, London 1988; G. BOSINSKI, Homo sapiens, Paris 1990.
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