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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Panorama , griechisch "Allschau", "Rundblick",

Bezeichnung für ein auf einen so genannten Rundhorizont gemaltes, perspektivisch und plastisch wirkendes Rundbild. Vorläuferfunktion hatten groß angelegte Bühnenbilder. Die Bildgattung des Panoramas kam gegen Ende 18. Jh. in Mode, wobei Landschaftsansichten am gebräuchlichsten waren. Die Maler suchten sich für ihre Arbeit meist einen erhöhten Standort, von dem aus sie einen guten Rundblick hatten. Es wurden aber auch phantasievolle * Atelierbilder als Panoramen ausgeführt.

Von den deutschen Malern hatte sich vor allem der ausgebildete Baumeister K. F. Schinkel auf Panoramen spezialisiert. Besonders bekannt war das von ihm nach einer Italienreise gemalte 30 x 5 m große Panorama von Palermo. Da es den Menschen früher im allgemeinen nicht möglich war, ferne Länder zu besuchen, erfreuten sich Ansichten von fremden Ländern, besonders von exotischen Landschaften mit fremdartigen Tieren, großer Beliebtheit.

Zur Zeit der Napoleonischen Kriege wurden eigene Rundbauten errichtet, in denen Schlachtenszenen ausgestellt waren (* Historienbild). Bekannt ist das in Innsbruck befindliche über 1000 Quadratmeter große Rundgemälde von Zeno Diemer (1896), das eine der siegreichen Schlachten der Tiroler auf dem Bergisel darstellt. Auch Stadtansichten wurden auf diese Weise dargestellt (* Vedute). Besonders großen Anklang fanden von hinten beleuchtete, als * Transparentbilder ausgeführte Panoramen; der Besucherraum lag im Halbdunkel.

A. AUERBACH, P. u. Diorama, Pirna 1942; S. OETTERMANN, Das P. Die Gesch. eines Massenmediums, Frankfurt/M. 1980; Ch. MARTY, M. BAUMGARTNER, Bibliographie zum "P.", in: Zeitschr. f. Schweizer. Archäologie u. Kunstgesch. 4, 42, 1985.


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