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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Paradiesflüsse . Die vier Flüsse Pison (Physon), Geon (Gihon), Tigris und Euphrat, in die sich nach alter Vorstellung (* Genesis 2, 10-14) der im * Garten Eden entspringende Strom teilt und die das * Paradies bewässern, werden schon auf Darstellungen des 4. Jh. als Wellenlinien wiedergegeben.

In der mittelalterlichen Kunst findet man die Paradiesflüsse oft als Männer personifiziert, mit Gefäßen, aus denen Wasser fließt. Eine bekannte Darstellung befindet sich auf dem Taufbecken in Hildesheim aus der 1. Hälfte 13. Jh. Nach Paulinus von Nola (353-431) gelten die Paradiesflüsse als Symbole für die vier * Evangelien und die * Evangelisten. In der Überlieferung der Ostkirche bestehen die Paradiesflüsse aus Wasser, Wein, Milch und Honig. Analog zu den Paradiesflüssen gibt es die vier Flüsse des * Hades: Acheron, Kokytos, Phlegethon und * Styx.

E. SCHLEE, Die Ikonographie der P., Diss. Leipzig 1937; P. A. FÉVRIER, Les Quatres Fleuves du Paradis, in: Rivista di Archeologia Cristiana 32, 1956.


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