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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Parierdolch , Linkshanddolch", französisch "Main gauche".

Bezeichnung für eine von Degenkämpfern im allgemeinen mit der Linken geführte Blankwaffe zum Parieren bzw. Blockieren der gegnerischen Klinge, um den Feind mit dem eigenen * Rapier treffen zu können. Der im 16. Jh. vor allem in der italienischen und französischen Fechtschule gebräuchliche Parierdolch hat zu diesem Zweck oft verschiedene Vorkehrungen. Die einfachste Form besteht aus Einschnitten in der Klinge des Parierdolchs, um damit die Klinge des Gegners zu fassen. Bei komplizierteren Ausführungen des Parierdolchs löste sich durch Knopfdruck eine Arretierung, zwei Stahlfedern drückten die Seitenstücke der dreiteiligen Klinge auseinander, die dann zu Fallen für die gegnerische Klinge wurden. Die halbmondförmig gebogenen * Parierstangen begrenzten das seitliche Auseinanderklaffen der äußeren Klingenteile. Manchmal werden die Pariedolche auch Degenbrecher oder Klingenbrecher genannt. Das Brechen einer Klinge, durch entsprechende Drehbewegung der Hand, gelang aber wohl nur selten.

E. WAGNER, Hieb- u. Stichwaffen, Prag 1975.


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