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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Artur , Arthus, Fürst bzw. König der Siluren oder Damnonier, der die in den Westteil Englands geflohenen keltischen Briten um sich versammelte, mit ihnen gegen die unter Cerdic erobernd vordringenden heidnischen Angelsachsen kämpfte und 537 in der Schlacht am Camlann gefallen sein soll.

Der Dichtung nach wurde Artur im Kampf gegen seinen aufständischen Neffen Mordred, der ihn um Reich und Gattin betrog, schwer verwundet und suchte auf der Feeninsel Avalon ("Gefilde der Seligen") Heilung. In Anspielung auf den historisch belegbaren Artur entstanden viele Heldensagen, die, von Wales und der Bretagne ausgehend, Jahrhunderte hindurch dichterisch bearbeitet wurden. Hinweise auf walisische Bardenlieder des 6./7. Jh. über König Artur finden sich u. a. in der 1801 in London erschienenen "Myvyrian archaeology of Wales". In der Dichtung mit Artur in Verbindung gebracht werden Helden aus verschiedenen Jahrhunderten, die nach Bestehen gefahrvoller Abenteuer immer wieder an den Hof von König Artur bzw. zu seiner Tafelrunde zurückkehren. Dem Artur-Stoff angegliedert wurden die Sagen von * Parzival, * Tristan und Isolde und die Legende vom * Gral.

U. a. gibt es Werke über den Themenkreis von Chrétien von Troyes, der etwa in der Zeit von 1165-90 "Lancelot", "Perceval" etc. schrieb; weiters widmeten sich der Sagenfolge Hartmann von Aue, Gottfried von Straßburg, Wolfram von Eschenbach, später auch Sir Thomas Malory (gest. 1471, London), dessen Prosawerk "The book of king Arthur and his knights of the round table" der Drucker W. Caxton in "Le morte d'A." (in franz. 1485 und in dt. 1913 gedruckt) neu bearbeitete und dabei auch die bereits vorhandenen französischen Vorlagen berücksichtigte. Viele Sagen berichten, dass Artur mit seiner schönen Gemahlin Ginevra (Ghwenhwywar) zu Caerleon am Usk in Wales mit seinem aus vielen hundert Rittern bestehenden Hofstaat lebte. Die zwölf tapfersten und edelsten Ritter bildeten den Kreis der Tafelrunde des König Artur. Vom Hof des Königs zogen die Ritter in alle Welt, um edle Frauen und Schwache zu beschützen, Verzauberte zu befreien und überhebliche, grausame Ritter in die Schranken zu weisen.  Auch Artur kämpfte in vielen Ländern, bis er durch den Verrat seines Neffen Mordred zur Heimkehr gezwungen wurde. 

K. R. GÜRTTLER, "Künec Artûs der guote". Das A.bild der höf. Epik d. 12. u. 13. Jh., Bonn 1976; K. O. BROGSITTER, A.epik, Stuttgart 1980.         


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