Patentaler , Patenpfennig, Patenmedaille, Bezeichnung für große Silbermedaille als Geschenk des Taufpaten für den Täufling.
Im 16./17. Jh. wurden oft herkömmliche Medaillen verwendet, die man durch eine Gravur (Name des Täuflings und Taufdatum etc.) zum Patentaler machte. Auch polierte * kurante Münzen waren gebräuchlich. Sie wurden meist in ein mit Segenswünschen beschriebenes Papier eingeschlagen. Spezielle Patentaler waren vor allem im 18. und 19. Jh. gebräuchlich. Bekannte Hersteller von Patentalern waren die deutschen Medailleure Christian Wermuth (1661-1739) und Daniel Friedrich Loos (1768-1819).
Münzen in Brauch und Aberglauben. Zur 100-Jahrfeier des Vereins für Münzkunde Nürnberg, Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 1982; M. BERNHART, Medaillen u. Plaketten, München 1984.
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