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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Pelikan . Im alten Ägypten wurde der Vogel der Eier wegen gehalten.

Der * Physiologus (Bestiarium) berichtet, dass die Jungen des Pelikan, den im Mittelalter in Europa niemand kannte, von den Alttieren getötet werden, weil sie ihnen bei der Fütterung mit den Schnäbeln "ins Gesicht schlagen". Nach drei Tagen aber öffnet die Mutter ihre Seite und legt sich über die Brut, die durch das Blut wieder zum Leben erwacht. Wegen dieser Selbstaufopferung galt der Pelikan im Mittelalter als Christussymbol. Ägypten, das Herkunftsland des Pelikans, symbolisiert die Finsternis. Christus ist in die Finsternis der Welt gekommen, und wie der Pelikan mit dem Schnabel seine Jungen tötet, so vernichtet Christus die Ungläubigen mit den Worten seiner Predigt. Durch seine Tränen und sein Blut aber werden sie wieder zum ewigen Leben erweckt.

In der * Alchimie war der Pelikan das Sinnbild für den * Stein der Weisen. Früher galt der Vogel auch als Standeszeichen von Wundärzten und Apothekern, wurde später beim Ärztestand aber durch den * Äskulapstab abgelöst. Der Pelikan findet sich auch unter den Mariensymbolen. Die den Pelikan betreffende Legende basiert auf dem Verhalten der Elterntiere, ihren Schnabel an die Brust zu legen und die Jungen mit den im Kehlsack verwahrten Fischen zu füttern. Beobachter nahmen an, die Alttiere würden ihre Brust aufreißen. Vgl. * Symbol.

V. E. GRAHAM, The Pelican as Image and Symbol, in: Revue de litterature comparée 36, 1962; Ch. GERHARDT, Die Metamorphosen des P., Frankfurt/M. 1979 (Europ. Hochschulschriften I 265); L. PORTIER, Le Pélican, histoire d'un symbole, Paris 1984.


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