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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Pendel , um einen Punkt drehbar gelagertes Schwinggewicht, das, in Gang gesetzt, eine periodische Schwingbewegung ausführt und z. B. bei Pendeluhren Verwendung findet.
Uhrpendel, die temperaturbedingte Längenschwankungen der Pendelstange automatisch ausgleichen, heißen "Kompensationspendel", und Uhren mit solchen Pendel * Regulatoren. Es gibt davon verschiedene Systeme, entweder es ist ein mit Quecksilber gefülltes Röhrchen integriert, oder aber die Pendelstange ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt, wobei verschiedene Metallegierungen Verwendung finden (* Rostpendel). Manuell kann die Ganggenauigkeit von Pendeluhren durch Verstellung des Pendelgewichtes am Ende der Pendelstange reguliert werden.
Uhren, deren kurze Pendel sich vor dem Zifferblatt befinden und sich sehr rasch hin und her bewegen, werden * Zappler genannt. Kurze Pendel waren schon im 16. Jh. bekannt. Das lange Uhrpendel erfand 1656/57 Christiaan * Huygens. Der 1675 gleichfalls von Huygens erfundene Uhrantrieb mit Spiralfeder und * Unruhe verdrängte sukzessive das Uhrpendel.
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