Perikopenbuch , von griechisch perikope, "Ausschnitt",
Bezeichnung für ein liturgisches Buch, das die Perikopen enthält, d. h. die biblischen Textabschnitte, die während des Gottesdienstes verlesen werden und als Grundlage für die Predigt Verwendung finden. Sie unterliegen einer festen Ordnung, dem so genannten "ordo lectionum missae", den auch Luther weitgehend übernahm.
Bekannte Beispiele aufwendig gestalteter mittelalterlicher Perikopenbücher sind das der * Reichenauer Malerschule zugerechnete Perikopenbuch Heinrichs II. und das Perikopenbuch Heinrichs III. aus der * Echternacher Malerschule. Die auch als * Lektionarien bezeichneten Perikopenbücher vereinigen in sich * Epistolar und * Evangelistar.
S. BEISSEL, Entstehung der Perikopenbücher, Freiburg i. Br. 1907.
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