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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Perkussionsschloss , von lateinisch percussio, "der Schlag",
Bei Hand- und * Faustfeuerwaffen (* Vorderladern) seit ca. 1820 bekannter Schlossmechanismus mit Zündhütchenzündung, der das * Steinschloss ablöste. Nach 1840 wurden nur mehr wenige Waffen mit Steinschlossmechanismus hergestellt. Entscheidend für das Perkussionsschloss war die 1786 gemachte Entdeckung, dass Substanzen wie Knallquecksilber, chlorsaures Kali etc., in Mengung mit Kohle oder Antimon, durch einen Schlag zur Entzündung gebracht werden können, sowie die durch Joseph Egg 1818 gemachte Erfindung des Zündhütchens (Zündkapsel) zur Unterbringung des empfindlichen Zündstoffes.
An Stelle der bei früheren Schlosssystemen üblichen Pulverpfanne ist ein kleiner runder Amboss (Piston oder Zündstift genannt) angebracht, auf den das Zündhütchen aufgesetzt wird und der auch eine Bohrung (Zündkanal) zur Weiterleitung des Funkens zur Pulverkammer enthält. Bei Betätigung des Abzuges schlägt der zuvor gespannte Schlaghahn auf das Zündhütchen und löst durch den entstehenden Zündfunken den Schuss aus. Der Schlossmechanismus wurde manchmal in ältere Waffen an Stelle des Steinschlosses eingebaut. Das * Zündnadelgewehr löste ab 1840 die Gewehre mit Perkussionsschloss ab. Für Sportschützen werden Vorderlader mit Perkussionsschloss noch heute erzeugt.
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