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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Perle , ursprünglich die aus * Perlmutter bestehende Perle von See- oder Flussperlmuscheln, später allgemein Bezeichnung für rundliche bis runde, meist durchbohrte Kugeln aus verschiedenen Materialien (Bernstein, Elfenbein, Holz, Schmucksteinen, Edelmetallen usw.).

Ein alter Name für * Glasperlen ist * Korallen. Für Schmuckstücke werden noch immer vor allem Muschelperlen verwendet, seit der Wende 19./20. Jh. vorwiegend * Zuchtperlen. Die echten Perlen sind kugelige, aus Perlmutter bestehende Abkapselungen, die eingeschwemmte (bei Zuchtperlen künstlich eingebrachte) Fremdkörper umhüllen. Als Abwehrreaktion bildet die Muschel einen Perlsack (Perltasche). Ist der Gegenstand vom Muschelgewebe ohne Verbindung zur Schale ganz umschlossen, entsteht eine "freie Perle", zum Unterschied von den mit der Muschelschale verwachsenen * Blisterperlen.

Die Qualität der Perlen wird nach Größe, Form und dem * Lüster beurteilt. Von den nicht völlig runden Naturperlen am begehrtesten sind große tropfenförmige Exemplare. Unregelmäßig geformte Perlen mit Auswüchsen werden * Barockperlen genannt. Sehr kleine Perlen, mit einem Durchmesser von ca. 1mm oder weniger, heißen Gries-, Lot-, Saat- oder * Staubperlen oder auch Perlsamen. Diese kleine Perlenart wird in Form vielschnüriger Ketten oder als * Perlenmotiv verarbeitet.

Die Wachstumsschichten der Perlen bestehen aus schuppenförmig angelagertem Perlmutter. Die jährliche Zuwachsstärke beträgt knapp 0,1 mm. Seeperlmuscheln leben in allen warmen Meeren und werden von Perlfischern aus bis zu 20 m Tiefe geborgen. Nur ungefähr jede fünfzigste Muschel enthält eine Perle, manchmal auch mehrere, die dann aber meist klein sind. Auf verunglückte Perltaucher und auf wegen des hohen Wertes von Perlen verübte Gewaltverbrechen nimmt das Sprichwort Bezug, dass Perlen Tränen bedeuten.

Neben den weißen Perlen erfreuen sich u. a. die aus Indien und Kalifornien stammenden rosafarbenen Perlen und die schwarzen La-Paz-Perle großer Beliebtheit. An Verfahren, Meermuscheln künstlich zur Bildung von Perlen anzuregen, arbeitete man in China schon im Altertum. In der Neuzeit gelang es erst um die Wende 19./20. Jh., * Zuchtperlen in gewünschter Qualität zu produzieren. Die von Flussmuscheln stammenden "Süßwasserperlen" haben stets eine untergeordnete Rolle gespielt.

W.-D. BISCHOFF, Die Flussperlmuschel, Braunschweig 1886; W. MAIER, Brillanten und Perlen, Stuttgart 1949; K. SCHLOSSMACHER, Edelsteine und Perlen, Stuttgart 1959; J. Y. DICKINSON, The book of pearls. Their history and romance from antiquity to modern times, New York 1968; L. S. DUBIN, Alle Perlen dieser Welt, Köln 1988; M. CRESCENTI, Le Perle. Storia, tecnologia mercato, Turin 1993.


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