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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Perlstickerei . Die Technik, Textilien mit Mustern aus farbigen * Glasperlen zu verzieren, wurde bereits von den Kopten in Ägypten angewendet.

In Europa entstanden die ersten Perlstickereien im 9. Jh. n. Chr. in Sizilien, wobei echte Perlen Verwendung fanden. Von den mit echten Perlen verzierten Objekten besonders bekannt ist der 1133 in Palermo hergestellte Krönungsmantel, der zu den * Reichskleinodien zählt. Größter Beliebtheit erfreuten sich vom 17.-19. Jh. Perlstickereien aus Glasperlen; diese wurden früher auch als * Korallen bezeichnet. Vor allem Geldbeutel und Taschen waren oft mit Perlstickerei verziert. Für zahlreiche * Perlenarbeiten verwendete man neben runden * Perlen auch röhrchenförmige Glasstückchen, so genannte * Sprengperlen.

G. v. BOCK, Perlstickerei in Deutschland bis zur Mitte des 16. Jh., Diss. Bonn 1966; J. EDWARDS, Bead Embroidery, Batsford 1966; N. GILTSOFF, Fashion Bead Embroidery, Batsford 1971; E. HOLM, Glasperlen. Mythos, Schmuck u. Spielereien aus 5 Jt., München 1984; P. CLABBURN, Beadwork, in: Shire Album 57, Aylesbury, Bucks 1989.


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