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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Perpendicular Style , englisch, "senkrechter Stil", von lateinisch perpendiculum, "Bleilot", "Richtschnur",

An den * Decorated Style anschließender, von etwa 1350-1520 in Architektur und Möbelkunst üblicher englischer Stil der Spätgotik. Manchmal wird für Perpendicular Style auch die Bezeichnung Rectilinear Style (geradliniger Stil) gebraucht. Den Terminus Perpendicular Style soll 1817 erstmals T. Rickman verwendet haben. Für den Stil charakteristisch ist senkrechtes Stabwerk zur Gliederung von Wand und Fenstern. Durch horizontal verlaufendes * Maßwerk entsteht manchmal der Eindruck, die hohen Fenster seien vergittert. Die eng gestellten * Dienste und die als Blendmaßwerk an den Wänden angelegte Gitterstruktur leiten zu den typischen engmaschigen Netz- und Fächergewölben über.

In der Spätzeit des Perpendicular Style entwickelte sich aus den immer flacher werdenden Bogen (Korbbogen) schließlich der * Tudorbogen. In der Benediktinerabtei von Gloucester kam der Perpendicular Style erstmals zur Anwendung. Das südliche Querhaus entstand im 2. Viertel 14. Jh., der Kreuzgang im 3. u. 4. Viertel 14. Jh. Beispiele des voll entwickelten Perpendicular Style sind das Langhaus der Kathedrale von Winchester (nach 1360), das Langhaus der Kathedrale von Canterbury (ab 1375), die Westfassade und Westteile des Langhauses der Westminster Abbey und die so genannte College-Architektur von Oxford und Cambridge. Ähnlich der Maßwerkgliederung der Gebäude sind auch die Möbel, z. B. * Stollenschränke, verziert. (Dem Perpendicular Style nahestehende Formen waren in England bis ins 17. Jh. gebräuchlich.)

J. HARVEY, The Perpendicular Style, London 1978; C. WILSON, The Origins of the P. and its Development to ca. 1360, Diss. London 1979; G. KOWA, Architektur der engl. Gotik, Köln 1990.


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