Pettenkofersches Verfahren , alte Restaurierungstechnik bei Gemälden.
Es handelt sich um ein Regenerationsverfahren für "blind" gewordenen * Firnis, benannt nach dem Hygieniker und Professor der medizinischen Chemie, Max v. Pettenkofer (geb. 1818 in Lichtenheim; gest. 1901 in München). Die Bilder wurden einem kombinierten Einwirken von Kopaivabalsam und Alkoholdämpfen ausgesetzt, wodurch rissig, spröd und trüb gewordener Firnis glättete und die Leuchtkraft der Farben wieder zur Geltung kam. Die auch als "Pettenkofern" bezeichnete Technik wurde von ihrem Erfinder zum Patent angemeldet und erstmals bei Gemälden in der Alten Pinakothek in München und im Schloss Schleißheim verwendet. Zu keinem Erfolg führt das Pettenkofersche Verfahren, wenn die Farbschicht bereits Risse aufweist.
M. v. PETTENKOFER, Über die Ölfarbe u. die Konservierung der Gemäldegalerien, Braunschweig 1902; H. ALTHÖFER (Hg.), Das 19. Jh. u. die Restaurierung, München 1987.
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