Pferdeköpfe, gekreuzte . Bei den früher auf Dachgiebeln von Holzhäusern über den Dachfirst ragenden Pferdeköpfen mit aufgerissenen Mäulern handelt es sich um eine uralte Zierform, die Unheil abwenden sollte, etwa Sturm, Blitzschlag, Überfälle usw.
Die im Volksmund "Rossgoschen" genannten Pferdeköpfe sind meist aus den seitlich des Giebels befindlichen * Giebelbrettern silhouettiert ausgeschnitten und gehen auf die früher auf den Hütten oder auf Pflöcken davor als Abwehrzauber aufgepflanzten knöchernen Pferdeschädel zurück. Auf den alten Brauch Bezug nimmt das Emblem der Raiffeisenbanken, aus stilisierten gekreuzten Pferdeköpfen.
K. LUKAN, Das Waldviertelbuch, Wien 1992, S. 45/46.
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