Pfingstloch , in alten Kirchen, wie etwa in St. Othmar in Mödling, in der Decke oder in einer Wand befindliches kreisrundes Loch.
Während des Gottesdienstes am Pfingstsonntag war es früher üblich, dass durch das meist von der Glockenstube aus zugängliche Pfingstloch von einem Gehilfen des Priesters eine weiße Taube freigelassen oder, vor allem in Süddeutschland, eine hölzerne Taube (* Heiliggeisttaube) als Symbol für den Hl. Geist hinuntergelassen wurde. Auch brennende (Flachs-)Flocken ließ man vom Pfingstloch aus in das Kircheninnere fallen; sie sollten die Flammenzungen des Hl. Geistes symbolisieren. Der Brandgefahr wegen war dieser Brauch umstritten.
P. KAUFMANN, Brauchtum in Österreichischen Feste, Sitten, Glaube, Wien 1982, S. 121.
|