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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Äskulap , (griechisch Asklepios, lateinisch Aeskulap), griechisch-römischer Gott der Heilkunde, Sohn des * Apollon und der * Koronis.

Attribute: Äskulapschlange und der schlangenumwundene Äskulapstab, der noch heute Symbol des Ärztestandes und, in Verbindung mit einer Schale, das Standeszeichen der Apotheker ist. Schlangen galten ihrer Häutungen wegen seit alters her als Sinnbild für Lebenserneuerung. In der Antike pilgerten kranke Griechen und Römer zu den Kultstätten des Gottes, um ihm zu opfern und um baldige Genesung zu bitten.

Koronis, die Mutter des Äskulap, betrog Apollon während ihrer Schwangerschaft mit einem Sterblichen und wurde zur Strafe von dem Gott durch einen Pfeil getötet. Apollon bereute den Schuss zwar sofort, konnte aber nur mehr den kleinen Äskulap retten. (Dem bis dahin weiß gefiederten Raben Apollons, der ihm von der Untreue berichtet hatte, färbte der Gott das Federkleid schwarz.) Äskulap wurde von dem * Kentauren * Cheiron erzogen, der ihn auch in der Heilkunst unterwies. Äskulap wirkte als Arzt und erweckte sogar Tote, was * Zeus so empörte, dass er ihn mit einem Blitz erschlug. Als Rache für den Tod seines Sohnes tötete Apollon die * Kyklopen, die in der Werkstatt des * Hephaistos für Zeus Blitze herstellten.

Seit dem 5. Jh. v. Chr. gibt es plastische Darstellungen des Gottes Äskulap Er wird meistens als bärtiger, in einen Mantel gehüllter Mann wiedergegeben, der sich auf den "Äskulapstab" stützt. Frühe römische Beispiele gibt es in Form aus Elfenbein geschnitzter Kästchen für Medikamente, auf deren Schiebedeckel Äskulap als Reliefbild dargestellt ist, manchmal gemeinsam mit seiner Tochter * Hygieia.

U. HAUSMANN, Kunst u. Heiligtum. Untersuchungen zu den griech. Asklepiosreliefs, Potsdam 1947; K. KERÉNYI, Der göttl. Arzt. Studien über Asklepios und seine Kultstätten, Basel 1948; H. APPUHN, Hermes Handlex. Schatzkammern (Domschatz Chur), Düsseldorf 1984.


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