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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Pharos (lateinisch Pharus), griechisch, "Leuchtturm". '

Die Bezeichnung ist abgeleitet vom Leuchtturm der Insel Pharos (heute Halbinsel) nahe Alexandrien, der als eines der * sieben Weltwunder der Antike galt. Die Insel war mit dem Festland durch einen Damm verbunden. Erbaut soll der auf 100 bis 120 m Höhe geschätzte Leuchtturm vom Architekten Sostratos aus Knidos in der Zeit von 299-279 v. Chr. worden sein.

Pharos war der erste freistehende hohe Turmbau der Antike. Er bestand aus einem ca. 60 m hohen Unterbau mit quadratischer Grundfläche von ca. 30 m Seitenlänge, einem ca. 30 m hohen achteckigen Turm sowie einem zylindrischen Oberteil mit einer überdimensionalen Laterne. Die Bekrönung bildete eine Kolossalstatue. Das Feuer des Leuchtturms, später durch einen Parabolspiegel verstärkt, diente Schiffen in der Nacht zur Orientierung. 1326 n. Chr. wurde Pharos durch ein Erdbeben zerstört. Das Aussehen des Leuchtturms ist durch Beschreibungen und Abbildungen auf alexandrinischen Münzen überliefert.

H. THIERSCH, P., Leipzig, Berlin 1909; A. VAHLEN, Weltwunder d. Antike, Leipzig, Jena, Berlin 1983; W. ECKSCHMITT, Die Sieben Weltwunder. Ihre Erbauung, Zerstörung u. Wiederentdeckung, Mainz 1984.


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