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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Pietà , von lateinisch pietas, "frommes Mitleid", "Erbarmen",

Bezeichnung für die in der Bildenden Kunst seit dem 14. Jh. aus der vielfigurigen "Beweinungsszene" herausgelöste Gruppe der schmerzerfüllten Gottesmutter, die den Leichnam ihres Sohns Jesus Christus auf dem Schoß hält. Die ältesten Beispiele des Motivs, das auch Marienklage oder * Vesperbild genannt wird, sind Plastiken aus dem 14. Jh. Zwischen dem 14. und dem 16. Jh. bildeten sich in chronologischer Abfolge nachstehend angeführte vier Haupttypen der Pieta-Darstellung:

1. Jesus befindet sich in Sitzhaltung auf dem Schoß Marias, die ihn mit den Armen umfasst hält.

2. Später wurde der Körper Christi auf dem Schoß Marias in eher ausgestreckter Haltung dargestellt.

3. Der Leichnam Christi wird wiedergegeben, wie er vom Schoß Marias auf den Boden gleitet.

4. Jesus auf dem Boden ruhend, das Haupt im Schoß Marias gebettet.

Die Pietà ist eine Form des * Andachtsbildes. Der Name * Vesperbild bezieht sich auf * apokryphe Schriften, wonach sich die biblisch nicht belegbare Szene zur Vesper (gegen Abend) zugetragen haben soll. In seltenen Fällen nehmen Engel den Platz Marias ein. Man spricht dann von einer so genannten * Engel-Pietà.

W. PINDER, Die Pietà, Leipzig 1929; F. C. SCHNEIDER, Die mittelalterlichen deutschen Typen und Vorformen des Vesperbildes, Diss. Kiel 1933; K. ROSSACHER, P. u. Deposition als Requiem des Barockbildhauers, in: Intuition u. Kunstwiss., Berlin 1973; Th. A. BUSER, The Pietà in Spain, Diss. New York 1973; J. FINKE, Das Vesperbild in der süddt. Plastik des 17. u. 18. Jh., Diss. München 1985; G. MINKENBERG, Die plast. Marienklage, Aachen 1986.


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