Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der VOLLTEXTSUCHE, indem Sie Worte oder Wortteile in das Suchfeld eingeben. Das Kunstlexikon beschreibt ca. 10.000 Begriffe, hat 5,5 Mio Zeichen ( Druckausgabe: 1663 Seiten). Die Begriffe verweisen insgesamt auf ca. 35.000 Quellen.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Pietra dura , die, italienisch, "harter Stein", allgemein gebräuchliche Bezeichnung für ein flaches, seltener leicht reliefartiges * Mosaik aus zu Plättchen geschnittenen Steinen (Marmor, Achat, Chalzedon, Jaspis, Lapislazuli, Koralle etc.).

Zum Unterschied von den meist aus Würfeln oder Stiften (Stiftmosaik) bestehenden Mosaiken sind Pietradura-Arbeiten aus verschiedenfarbigen silhouettiert geschnittenen Steinen zusammengesetzt und mit Mastixkitt oder dgl. verbunden, ohne dass Fugen erkennbar sind.; das Zusammenfügen der Partikel geschieht wie bei einer * Marketterie, nur dass kein Holz, sondern Steine Verwendung finden. Pietra dura wird auch als "commesso di pietre dure" (italienisch, aus harten Steinen zusammengefügt) bezeichnet. Der Terminus wurde erstmals gegen Ende 16. Jh. in Florenz verwendet. Da die Technik, ornamentale oder auch florale bzw. figurale Mosaiken aus Marmor und * Schmucksteinen herzustellen, in der Renaissance neben Turin vor allem in der Werkstatt des Großherzogs von Florenz angewendet wurde, spricht man auch von "Florentiner Mosaik". In der Art gibt es u. a. * Antependien und Wandbilder sowie Platten für Buffets, Tische, Gräber usw. In späterer Zeit kamen anstelle geschnittener Steine auch * Pasten aus gemahlenem und eingefärbtem Marmor sowie Füllmassen zur Anwendung, die mit Hilfe eines Spannrahmens fugenlos hergestellt und nach vollständigem Trocknen geschliffen wurden (* Scagliola). Aus Steinen bestehende * Einlegearbeiten heißen * Inkrustationen.

E. NEUMANN, Florentiner Mosaik aus Prag, in: Jahrb. der kunsthist. Sammlungen in Wien, Bd. 53, 1957, S. 157-202; F. ROSSI, Malerei in Stein. Mosaiken u. Intarsien, Das "Florentiner Mosaik. Commesso in pietre dure", Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz, Mailand 1969; A. PAMPALONI MARTELLI, Museo dell'Opificio delle Pietre Dure di Firenze, Florenz 1975; F. ROSSI, Mosaiken und Steinintarsien, Stuttgart 1979; R. DISTELBERGER, Pierres precieuses du Liechtenstein, in: Connaissance des arts, Nr. 343, Sept. 1980; L. SEELIG, Scagliola u. Pietra dura, in: Kunst u. Antiquitäten, H. I, 1987.


<< Pietà Pigment >>


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »

Schmuckwissen>>


Aktuelle Objekte:

Die geistige... >

Grosser Marm... >



Aktuelle Objekte:

Romance Pearl >

Peter Krawagna >