Asphalt , griech., * Erdpech.
1) Bei Ätzungen dient u. a. Asphalt als Abdeckung für jene Partien, die dem Säureeinfluss nicht ausgesetzt sein sollen, so z. B. bei Ätzungen in Metall, Stein, Glas und in der Graphik, etwa bei * Radierungen.
2) Pulverisiertes und in Öl gekochtes Erdpech diente früher als braune Farbe. Sie trocknet nur langsam, ist aber sehr lichtbeständig. Im 19. Jh. war es Mode, Asphalt vor allem für Untermalungen zu verwenden. Da der Asphalt aber durchschlägt, dunkeln die daraufgesetzten Farben stark nach. Ein weiterer Nachteil der Asphalt-Farbe ist, dass sie bei Wärme (Sonnenbestrahlung) weich wird und ein "Abrutschen" anderer Farbschichten bewirkt. Bei Temperaturunterschieden kommt es zu Rissbildungen. Verwendung fand Asphaltfarbe vor allem zur Erzielung des so genannten * Galerietons. Von * Makart ist bekannt, dass er oft mit Asphalt-Lasuren malte. Da Asphalt auch bei der Einbalsamierung der ägyptischen Mumien verwendet wurde, besteht das als "Mumie" bezeichnete * Pigment aus pulverisierten Mumien neben Harzen usw. zu einem großen Teil auch aus Asphalt.
H. KÜHN u. a., Reclams Handb. der künstlerischen Techniken, Bd. 1, Stuttgart 1988.
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