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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Planetenbuch , Abhandlungen über die sieben ptolemäischen Planeten mit Hinweisen auf die Einflüsse, die sie angeblich auf in ihrem Zeichen geborene Menschen nehmen (* Planetenkinderbilder).

Die ersten Planetenbücher waren als * Blockbücher in Süddeutschland schon um 1460 bekannt. Bei der Erschaffung der sieben Planeten soll über jeden ein Titan und eine Titanin gesetzt worden sein: Hyperion und Theia über Sol (Sonne); Atlas und Phoibe über Luna (Mond); Krios und Dione über den Planeten Mars; Koios und Metis über den Planeten Merkur; Eurymedon und Themis über den Planeten Jupiter; Okeanos und Tethys über den Planeten Venus und Kronos und Rhea über den Planeten Saturn.

Auf alten Darstellungen der Planeten sind die angeführten Titanen oft figural wiedergegeben. Als Attribute hat Sol oft Krone und Zepter. Luna ist mit Mondsichel (Horn) und Fackel dargestellt, die anderen Planeten haben meist folgende Attribute: Mars - Rüstung und Speer; Merkur - geflügelte Kopfbedeckung, geflügeltes Schuhwerk und Merkurstab; Jupiter - Pfeile, Blitzbündel, Zepter oder Fahne; Venus - Spiegel und Blumen; Saturn - Krücke, Sichel oder Sense.

B. A. FUCHS, Die Ikonographie der sieben Planeten in der Kunst Italiens bis zum Ausgang des Mittelalters, Diss. München 1909; E. PANOFSKY, F. SAXL, Saturn u. Melancholie, Frankfurt/M. 1990.


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