Assemblage , von franz. assembler, "sammeln".
Bezeichnung für ein durch verschiedenste Materialien und Farben gestaltetes * Hochrelief, als Weiterentwicklung der * Collage. Im Gegensatz zu den flachen Collagen haben Assemblagen auch eine räumliche Ausdehnung. Sie dienen bisweilen als Erweiterung bzw. Ergänzung einer Collage. Die ersten als Assemblage anzusprechenden Objekte entstanden im * Dadaismus und im * Kubismus. Populär wurden Assemblagen vor allem im * Neodadaismus der späten 1950er Jahre. Den Begriff Assemblage soll der Maler J. Dubuffet in der Kunst eingeführt haben. Da es sich bei den für eine Assemblage verwendeten Objekten meist um fertige Gebrauchsgegenstände handelt, die zweckentfremdet Verwendung finden, werden dafür manchmal die Bezeichnung * Ready made und * Objet trouvé gebraucht. Die Termini sind allerdings nicht zutreffend, weil sie im Allgemeinen einzelne Objekte bezeichnen, es sich bei der Assemblage aber um eine Ansammlung von Gegenständen handelt. Zu den Künstlern, die viel mit Assemblage arbeiteten, zählte K. Schwitters mit seiner * Merz-Kunst.
W. C. SEITZ (Hg.), The Art of A., Kat. Mus. of Modern Art, New York 1961/62; D. VALLIER, Von der Collage zur A., Kat. Nürnberg 1968; U. KULTERMANN, The New Sculpture: Environments and A., London 1970.
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