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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Platin , von spanisch platina, als Verkleinerungsform von plata, "Silber",
Name eines Edelmetalls,
chemisches Zeichen Pt.,
Dichte 21,3 bis 21,5,
Schmelzpunkt 1.774° C.
Platin ist silberglänzend und wurde, vermengt mit anderen Platinmetallen, erstmals 1735 beim Fluss Pinto in Kolumbien entdeckt, aber lange Zeit für eine besondere Silberart gehalten, daher der Name. Es ist der Hauptvertreter der so genannten Platingruppe, der noch Iridium, Osmium, Palladium, Rhodium und Ruthenium angehören. Löslich ist Platin nur in * Königswasser und geschmolzenen Alkaliperoxiden. Platinschmuck unterscheidet sich im Aussehen nur unwesentlich von * Weißgold, ist aber teurer als Goldschmuck und hat sich kaum durchgesetzt.
Mangels Silber wurden in Russland von 1828-45 Platinmünzen im Wert von 3, 6 und 12 Silberrubel geschlagen. Das an die großen Silbermünzen gewöhnte Volk soll oft die Annahme der viel kleineren Platinmünzen verweigert haben. Das offizielle Wertverhältnis von Silber, Platin und Gold war 1 : 5,22 : 14,66. Wie gehobene Schiffswracks zeigen, wurde Platin früher manchmal für Beschläge an Schiffen verwendet.
R. KLIMPERT, Lexikon der Münzen, Maße, Gewichte ..., Bern 1876.
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