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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Platon , Plato (geb. 428/427 v. Chr., Athen (Ägina ?); gest. 348/347 v. Chr., Athen), griechischer Philosoph.

Als Schüler des * Sokrates soll Platon dem Prozess gegen seinen Lehrer beigewohnt und auch die letzten Stunden in dessen Nähe verbracht haben. Platon gründete um 385 v. Chr. die nach ihrem Treffpunkt benannte * Akademie. Seine Schriften umfassen ganz unterschiedliche Themenkreise (Ethik, Metaphysik, Naturphilosophie, Politik etc.), die in einprägsamer Dialogform geschrieben und deshalb auch für Laien erfassbar sind. Die fehlende Systematik war Anlass zu zeitgenössischer Kritik. Aufgrund seiner Definition des Menschen als "federloses zweibeiniges Lebewesen" soll der mit einem gerupften Huhn in die Akademie gekommene * Diogenes ausgerufen haben: "Seht, das ist der Mensch des Platon!"

Im 19. Jh. war es Mode, fast lebensgroße * Büsten Platons und anderer griechischer Philosophen als Dekoration in Bibliotheken und "Herrenzimmern" aufzustellen. * Demokrit und Heraklit.

R. BOEHRINGER, Platon-Bildnisse u. ihr Nachweis, Breslau 1935; K. SCHEFOLD, Die Bildnisse der antiken Dichter, Redner u. Denker, Basel 1943; B. SCHWEITZER, Platon u. die Bildende Kunst d. Griechen, Tübingen 1953.


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