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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Plattner , Plattnerei, ausgestorbenes Handwerk.

Die Plattner schmiedeten aus den in Hammerwerken hergestellten Eisenplatten * Harnischteile und setzten sie durch Nietung sowie Riemenverbindungen zusammen. Das Material für den Harnisch wurde zuerst im Schmiedeofen glühend gemacht und vorgeformt, um danach in kaltem Zustand getrieben zu werden. Die Auspolsterung der Innenteile des Harnisches besorgte der Aufbereiter. Die Blütezeit der Plattner reichte vom 13. bis zum 16. Jh. Die Plattenharnische wurden durch * Bläuen, * Tauschierung, * Niello, * Teilvergoldung und * Eisenätzung oft kunstvoll verziert (Daniel * Hopfer).

Besonders prunkvoll ausgeführte Exemplare werden Prunkharnische genannt. Die von den Plattnern hergestellten Harnische mussten einem Beschaumeister vorgelegt werden und erhielten nach bestandener Qualitätskontrolle eine Punze eingeschlagen. Aufgrund der Beschauzeichen lässt sich meist die Herkunft der Plattnerarbeiten bestimmen. Bekannte Zentren der Plattnerkunst waren vor allem Augsburg, Dresden-Annaberg, Graz, Innsbruck, Landshut, Mailand, Nürnberg, Paris und Wien.

B. THOMAS, Deutsche Plattnerkunst, München 1944; B. THOMAS, O. GAMBER, Die Innsbrucker Plattnerkunst, Kat. Innsbruck 1954; G. SPITZELBERGER, Landshuter Plattnerkunst, Landshut 1975; B. THOMAS, Augsburger Harnische u. Waffen, in: Welt im Umbruch. Augsburg zwischen Renaissance u. Barock, Bd. II, Augsburg 1980; Eisenkleider. Plattnerarbeiten aus 3 Jh., Kat. Berlin 1992; M. PFAFFENBICHLER, Medieval Craftsmen, Armourers, London 1992.


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