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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Polos , griechisch, "Achse",

1) hohe zylindrische, oben offene Kopfbedeckung, wie im 2. und 1. Jt. v. Chr. im Nahen Osten üblich, vornehmlich in Babylonien und im altsyrischen Raum. Im Altertum in Griechenland üblicher Kopfputz, speziell von Göttinnen, aber auch von toten Heroen. Abgeleitet wird der Polos von der minoischen Federkrone und der hethitischen * Mauerkrone.

2) Schräger, d. h. parallel zur gedachten Erdachse stehender Schattenstab bei * Sonnenuhren. (Der senkrecht stehende Schattenstab von Sonnenuhren heißt * Gnomon.)

3) Von griechisch Polos, "Pferdchen", vom späten 7. Jh. bis ins 3. Jh. v. Chr. im korinthischen Reich übliche Silbermünze, auf deren * Avers ein * Pegasus dargestellt ist.

V. K. MÜLLER, Der Polos, die griechische Götterkrone, Diss. Berlin 1915.


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