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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Polyphem (griechisch Polyphemos, lateinisch Polyphemus), einäugiger menschenfressender Riese aus dem Geschlecht der * Kyklopen, Sohn des Meergottes Poseidon und der Nereide Thoosa, einer Tochter des Phorkys.

Als * Odysseus mit zwölf Gefährten eine Höhle auf der Insel der Kyklopen erkundete, kam Polyphem, der die Höhle mit seiner Schafherde teilte, von einem Streifzug zurück. Nach Gewahrwerden der Eindringlinge verschloss er den Eingang seiner Behausung mit einem schweren Felsblock und verschlang zwei der Griechen. Odysseus konnte den einäugigen Riesen auch nicht daran hindern, am Morgen des nächsten Tags abermals zwei seiner Begleiter zu töten, bevor er die Schafe hinaustrieb und den Eingang wieder blockierte. Während seiner Abwesenheit härtete Odysseus den Stamm eines jungen Baumes im Feuer und händigte dem Unhold, als dieser mit seiner Herde heimkehrte, einen großen Schlauch schweren Weins aus.

Nach seinem Namen befragt, antwortete Odysseus, er heiße "Niemand". Als Polyphem, trunken vom Wein, in einen tiefen Schlaf fiel, stach ihm Odysseus mit dem spitzen Pfahl das inmitten der Stirn befindliche Auge aus. Der Riese wütete und schrie, rasend vor Schmerzen. Die anderen Kyklopen kamen zur verschlossenen Höhle und fragten nach dem Grund des Lärms. Als Polyphem antwortete: "Niemand will mich umbringen", entfernten sie sich lachend. Während der geblendete Riese seine Schafe einzeln aus der Höhle ließ und über den Rücken jedes Tieres strich, klammerten sich die übriggebliebenen Griechen am Bauch der großen Widder fest und gelangten so aus der Höhle.

Wieder in Freiheit, verhöhnten Odysseus und seine Gefährten vom Schiff aus den geblendeten Polyphem, der daraufhin Felsbrocken in ihre Richtung schleuderte, ohne sie aber zu treffen. Abgesehen von zahlreichen Bildern, auf denen der Kyklop mit Odysseus und dessen Gefährten zu sehen ist, wird der Riese auch häufig in Verbindung mit * Akis und der Nymphe * Galatea dargestellt, in die er verliebt war.

B. FELLMANN, Die antiken Darstellungen des Polyphemabenteuers, Diss. München 1969.


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