Pompeji (lateinisch Pompei), im 6. Jh. v. Chr. von den Oskern gegründete antike Stadt in Kampanien südöstlich des Vesuvs.
Pompeji wurde später von Etruskern und seit Ende 5. Jh. v. Chr. von den Samniten bewohnt. Nach deren Niederlage 82 v. Chr. entstand in Pompeji eine römische Siedlung. Ein schweres Erdbeben brachte 63 n. Chr. die meisten Gebäude der Stadt zum Einsturz. Noch vor Abschluss des Wiederaufbaus brach 79 n. Chr. der Vesuv aus, wobei ein Bimsstein- und Ascheregen auf die Stadt niederging und sie etwa sechs Meter hoch verschüttete.
Erhalten blieben dadurch nicht nur die Baulichkeiten, sondern auch Möbel und Gebrauchsgegenstände. Nach ersten Ausgrabungen 1748 begann die systematische Freilegung der Stadt erst 1860. Die Entdeckungen der Archäologen in Pompeji übten großen Einfluss auf die zeitgenössische Kunst im Klassizismus und Historismus aus. Ebenfalls bedeutungsvoll für das Interesse an der Antike im Klassizismus und Historismus waren Funde aus * Herculaneum, das zur gleichen Zeit wie Pompeji durch den Vesuvausbruch verschüttet wurde.
E. PERNICE, Pavimente u. figürliche Mosaiken, Berlin, Leipzig 1938; K. SCHEFOLD, Pompejanische Malerei, Basel 1952; P. WERNER, P. und d. Wanddekoration d. Goethezeit, München 1970; B. ANDREAE, H. KYRIELEIS (Hg.), Neue Forsch. in P. u. den anderen vom Vesuvausbruch 79 u. Z. verschütteten Städten, Recklinghausen 1975; Th. KRAUS, P. u. Herculaneum. Antlitz u. Schicksal zweier antiker Städte, Köln 1977; R. LING, P. and Herculaneum. Recent Research and Future Prospects, in: Papers in Italian Archaeology 1, Oxford 1978; E. J. DWYER, Pompeian Sculpture in Its Domestic Context, Diss. New York, Ann Arbor 1980; H. ESCHEBACH, P. Erlebte antike Welt, Leipzig 1984; M. GRANT, P.: Kunst u. Leben in P. u. Herculaneum, Stuttgart, München 1986.
|