Portlandvase , das bekannteste * Kameeglas der Antike.
Da sich die Portlandvase früher im Besitz des römischen Adelsgeschlechts der Barberini befand, wird sie in älterer Literatur auch "Barberinivase" genannt. Das vermutlich von römischen Glaskünstlern geschaffene 25 cm hohe Gefäß hat die Form einer * Amphore mit flachem Boden. Der Bodenteil wurde später eingesetzt und könnte ursprünglich zugespitzt gewesen sein. Die aus zwei Szenen bestehenden mythologischen Darstellungen sind aus dem über dem dunkelblauen Gefäßkörper befindlichen weißen * Überfang herausgeschliffen. Um welche Motive es sich handelt, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.
Seit 1642 im Palazzo Barberini aufbewahrt, wurde die Portlandvase 1780 an einen Schotten verkauft und danach vom englischen Gesandten in Neapel, Sir William Hamilton, erworben. Danach gehörte die Portlanvase der Herzogin von Portland, die auch namengebend war. Nach ihrem Tod 1785 wurde die Portlandvase bei der Versteigerung ihrer Sammlung von ihrem Sohn gekauft. 1790 erhielt * Wedgwood die Erlaubnis, die Vase in * Steinzeug nachzubilden und als Firmenzeichen zu verwenden.
Das Original befand sich seit 1810 als Leihgabe im British Museum in London und konnte 1945 endgültig für das Museum angekauft werden.
W. MANKOWITZ, The P. and the Wedgwood Copies, London 1952; E. SIMON, Die P., Mainz 1957; D. E. L. HAYNES, The P., London 1964; K.-H. HUNGER, Das Geheimnis der P. Über die Möglichkeit, nach 2000 Jahren ein glasklares augusteisches Bildmotiv zu durchschauen, München 1988; W. GUDENRATH, K. PAINTER, D. WHITENHOUSE, The P., in: Journal of Glass Studies 32, Corning 1990.
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