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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Porzellan , Bezeichnung für spezielle * Keramiken.

Der aus dem Italien stammende Name geht auf das weiße Gehäuse der Seemuschel Concha Veneris zurück, das in Italien "porcellana" genannt wird.

Die ersten Gegenstände aus * Hartporzellan kamen um 1520 in größeren Stückzahlen aus China über Italien nach Europa, und mit ihnen wurde auch der italienische Name übernommen. Die leicht formbare keramische Masse wird aus Kaolin, Feldspat und Quarz hergestellt. Nach dem Brennen zeichnen sich die daraus modellierten oder mit Formen produzierten Objekte durch einen weißen dichten * Scherben aus. Porzellanähnliche Produkte wurden in China bereits in vorchristlicher Zeit hergestellt. Besonders schöne Objekte entstanden während der Tang-Dynastie (618-907). Das erste echte chinesische Porzrellan stammt aus dem späten 13. Jh.

In Europa wurde Porzellan erstmals von J. F. * Böttger erzeugt. Nach der Reaktion auf Temperaturschwankungen wird zwischen dem unempfindlichen so genannten echten Porzellan (* Hartporzellan) und dem empfindlichen * Weich- oder * Frittenporzellan unterschieden. Das bei hohen Temperaturen (1250-1350° C.) gebrannte Hartporzellan besteht aus 50 % Kaolin, 25 % Feldspat und 25 % Quarz. Weichporzellan erfordert keine so hohen Temperaturen und setzt sich aus 25 % Kaolin, 45 % Quarz und 30 % Feldspat zusammen.

Bei der Färbung des Porzellans werden die Farben bereits der Porzellanmasse beigefügt. Der gemalte Zierat kann vor der * Glasur und dem Glasurbrand aufgebracht werden, wodurch er sich als besonders haltbar erweist. Die Farbskala dieser * Scharffeuerfarben war früher allerdings sehr beschränkt. Die auf die Glasur gemalten so genannten * Muffelfarben kennen diese Einschränkung zwar nicht, sind aber nicht glasiert und deshalb ungeschützt. Zu künstlerischen Zwecken wird oft das unglasierte so genannte * Biskuitporzellan verwendet. Eine Sonderform ist das bei Puppen gebräuchliche * Parian.

Die älteste Porzellanmanufaktur Europas befindet sich in Meißen (gegr. 1710). In der Folge wurde die * Wiener Porzellanmanufaktur gegründet. Vgl. * Berliner Porzellanmanufaktur, * Chelsea, * Derby, * Frankenthaler Porzellan, * Fürstenberger Porzellan, * Ludwigsburger Porzellan, * Meißener Porzellan, * Nymphenburger Porzellan * Sèvres.

R. SCHMIDT, Das P. als Kunstwerk und Kulturspiegel, München 1925; G. MISEREZ-SCHIRA, Die Kunst der P.malerei, Lausanne 1975; M. NEWMAN, Die dt. P.-Manufakturen im 18. Jh., 2 Bde., Braunschweig 1977; W. NEUWIRTH, P.maler-Lex. 1840-1914, 2 Bde., Braunschweig 1977; S. DUCRET, P. der europ. Manufakturen im 18. Jh., Eltville 1977; F. H. HOFMANN, Das P. der europ. Manufakturen, in: Propyläen Kunstgesch. Sonderband I, 1980; G. MEIER, P. aus der Meißner Manufaktur, Berlin 1981; J. MATUSZ, P. Betrachtungen und Biographien aus der Gesch. der ältesten Manufakturen Europas, Zürich 1983; L. P. KONIETZKA, P. Europ. Stile und Manufakturen, Gütersloh 1985; H. BLÄTTEL, Internat. Dictionary. Miniature Painters, Porcelain Painters, Silhouettists, München 1992.


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