Porzellankopfpuppe , korrekte Bezeichnung für Puppen, deren Kopf aus Porzellan, Biskuit oder dem speziell für Puppenköpfen entwickelten * Parian gefertigt ist, umgangssprachlich meist * Porzellanpuppe genannt.
Der Puppenkörper ist im allgemeinen aus Stoff oder Ziegenleder genäht und "ausgestopft", die Gliedmaßen sind für gewöhnlich aus * gefasstem Holz gefertigt. Es gibt aber auch Puppen, bei denen die beweglichen Arme und Beine gleichfalls aus Keramikmaterial bestehen. Der Kürze wegen wird anstatt von Porzellankopfpuppen umgangssprachlich meist nur von Porzellanpuppen gesprochen. Im 19. Jh. wurden auch Puppen zur Gänze aus bemaltem Porzellan gefertigt (ohne bewegliche Glieder).
E. LEHMANN, Die Puppen im Wandel der Zeiten, Leipzig, Jena 1957; G. ANKER, Die dt. Puppenindustrie 1815-40, Stuttgart 1978; U. BRECHT, Kostbare Puppen, Weingarten 1981; Puppen und Puppengeschirr, Kat. Hohenberg/Eger 1985; L. RICHTER, Dt. Puppen, München 1985; L. RICHTER, Franz. Puppen, München 1988; W. RUSCH, Die dt. P. im Jugendstil. Die pädagogische Relevanz eines zentralen Spielzeuges zur Zeit der Jahrhundertwende, Diss. München 1989, München, Mittenwald 1989; B. KRAFFT u. a., Traumwelt der Puppen, Kunsthalle d. Hypo-Kulturstiftung, München 1992.
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