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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Poseidon , griechischer Meer- und Sturmgott, Sohn der * Titanen Kronos und Rhea, Bruder von Demeter, Hera, Hestia, Hades und Zeus, Gemahl der Amphitrite.

Poseidon entspricht dem römischen Meergott Neptun. Er wurde besonders von den Minoern auch als Gott der Erdentiefe verehrt, als Erderhalter und Erderschütterer, der mit seinem Dreizack Erdbeben und Stürme hervorruft. Nach dem Sturz des Titanen Kronos und der Machtübernahme durch die * Olympischen Götter herrschte Poseidon über die Meere. Die * Nereide Thoosa gebar ihm den * Kyklopen Polyphem, der von Odysseus geblendet wurde. Zu den Nachkommen Poseidons zählen weiters Antäus, Chrysaor, Pegasus u. a. P. wird in der Bildenden Kunst meist mit Dreizack in einem von Meeresrossen (* Hippokampen) gezogenen Muschelwagen dargestellt, oft begleitet von Delphinen, * Tritonen und Nereiden.

Das Thema "Poseidon im Muschelwagen" war eines der Lieblingsmotive der in der französischen Hafenstadt Dieppe ansässigen Elfenbeinschnitzer. Eine der kleinsten und feinsten Poseidon-Darstellungen befindet sich in Form eines als Flachrelief ausgeführten * Rondells in der Mitte des Deckels einer aus Elfenbein "formgedrechselten" und ungewöhnlich reichhaltig beschnitzten Bonbonniere aus dem Besitz * Marie Antoinettes. Bei einem der am Dosenrand dargestellten Schiffe wird durch den Mast und zwei gebauschte Segel der Buchstabe "B" gebildet. Jean Antoine Belleteste (1730-1811) hat sich durch diese Art der Monogrammierung verewigt, weil eine augenscheinliche Signatur bei der für die Königin bestimmten Bonbonniere nicht vorstellbar gewesen wäre. Vgl. * Signatur.

J. OVERBECK, Griechische Kunstmythologie, Bd. III, 2, 1, Leipzig 1873; F. SCHACHERMEYR, P. u. die Entstehung des griechischen Götterglaubens, Bern, Salzburg 1950.


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