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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Prägen , Verformung von Material auf kaltem Wege durch hohen Druck, z. B. Metall (Münzen und Medaillen) sowie Leder (Bucheinbände usw).
Bei der Vollprägung (Massivprägung) von Münzen und Medaillen werden zwei gegenüberliegende Prägestempel verwendet, in die für * Avers und * Revers vom * Stempelschneider verschiedene Darstellungen als Negativbilder eingeschnitten wurden. Bei der Prägung wird das Material des * Schrötlings in die Negativbilder gepresst, die sich dadurch auf der Münze oder Medaille als erhabene Darstellung abzeichnen. Bei der Hohlprägung werden ein als * Patrize bezeichneter Prägestempel mit erhöhter Darstellung und die dazugehörige * Matrize verwendet, in der das Motiv vertieft wiedergegeben ist.
Die Matrize heißt beim Prägen auch "Untergesenk", in das das Material hineingepresst wird (* Gesenk). Hohlprägungen geben die Darstellung am Avers erhaben wieder, auf der Rückseite (Revers) ist das gleiche Motiv vertieft wiedergegeben. Prägungen auf Papier oder Leder in Form erhöhter Schrift oder Reliefdarstellungen werden mit Hilfe von Punzen oder eines * Kalanders als * Gaufrage ausgeführt (* Blinddruck, * Reliefdruck).
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