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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Atalante , der griechischen Sage nach eine für ihre außerordentliche Schnelligkeit und Schönheit berühmte Jägerin.

Ihre Liebe zu den Wäldern und der Jagd hatte ihren Ursprung darin, dass sie von ihrem Vater Iasos, der sich einen Erben gewünscht hatte und über die Geburt einer Tochter maßlos enttäuscht war, auf dem parthenischen Hügel nahe Kalydon ausgesetzt und dann von einer Bärin genährt worden war, bis Jäger sie fanden.

Atalante nahm als Jungfrau an der Jagd auf den * Kalydonischen Eber teil und verletzte das Tier mit einem Pfeilschuss so schwer, dass * Meleager ihn mit seinem Jagdspieß töten konnte. Der jugendliche Held nahm die * Trophäe, d. h. die Schwarte des Wildebers samt dem daran hängenden Haupt nicht an, sondern gab sie an Atalante weiter, deren wilde Schönheit ihn tief beeindruckte und ohne deren Hilfe er das Untier nicht hätte erlegen können. Die übrigen Teilnehmer der Jagd waren aber mit der Weitergabe der Trophäe an eine Frau nicht einverstanden, und Meleagers Brüder entrissen Atalante die Haut des Tieres. Meleager geriet darüber in Wut und tötete seine Brüder im Streit mit dem Schwert.

Durch Boten von dem Brudermord benachrichtigt, legte seine Mutter ein von ihr bis dahin sorgsam aufbewahrtes Holzscheit ins Feuer, dessen Verbrennen - so hatte es eine der drei * Parzen prophezeit - den Tod Meleagers nach sich ziehen würde. Tatsächlich wurde der Jüngling von einem plötzlich auftretenden Fieber heimgesucht und starb, ehe er die Stadt erreicht hatte. Atalante, die schon vorher von Männern nichts hatte wissen wollen, sich aber in den jugendlichen Helden verliebt hatte, lehnte nach dem Tod Meleagers die Männer noch mehr ab. Alle Freier mussten mit ihr um die Wette laufen, sie unterlagen und wurden von ihr getötet.

Ein Jüngling namens * Hippomenes verliebte sich in sie und flehte * Aphrodite an, ihm zu helfen, Atalante zu gewinnen. Die Göttin gab ihm daraufhin drei goldene Äpfel, von denen er jedesmal einen fallen ließ, wenn die schöne Jägerin ihn beim Laufen einzuholen drohte. Atalante hob die Früchte auf, verlor dadurch Zeit und wurde von Hippomenes besiegt. Da er es aber verabsäumte, Aphrodite ein Dankesopfer darzubringen, weckte die Göttin in den beiden eine so starke Begierde, dass sie sich in einer der Erdmutter * Gäa gewidmeten Höhle liebten. Erzürnt über die Entweihung, verwandelte Gäa das Paar in Löwen. Anderen Quellen zufolge liebten sich die beiden in einem Tempel des Zeus. Die schöne Jägerin Atalante war im Barock ein bevorzugtes Motiv und wurde zumeist als * Pendantfigur zu Meleager wiedergegeben.

R. v. RANKE-GRAVES, Griechische Mythologie, Reinbek b. Hamburg 1989.


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