Atelier , franz., "Werkstatt".
Seit dem 18. Jh. auch im deutschen Sprachraum gebräuchliche Bezeichnung für Arbeitsstätten für künstlerisch ausgerichtete Tätigkeiten, z. B. von Bildhauern und Malern. Bildhauerwerkstätten sind wegen der Schwere des Rohmaterials oft ebenerdig gelegen, wogegen Maler im Allgemeinen Ateliers im obersten Stockwerk (Dachbodenausbau) bevorzugen, weil die Räumlichkeiten dort besonders hell und sonnig sind. Vor allem im 19. Jh. wurden Ateliers auch für gesellige Treffen verwendet (Atelierfeste). Besonders bekannt war in dem Zusammenhang das Atelier * Makarts. Seit dem 20. Jh. werden auch die Arbeitsstätten von Modeschöpfern, Photographen und Graphikern usw. Atelier genannt. Für letztere ist heute auch das engl. Wort "Studio" gebräuchlich.
H. WALDMANN, Die Künstlerateliers und ihre Inhaber im Zeitwandel von 1750-1900, Diss. München 1954; Künstlerateliers, in: Bauten der Kultur, Jahrg. 1983, H. 2.
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