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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Putto (deutsch Putte), italienisch, "kleiner Knabe",

In der Bildenden Kunst kleine, meist nackte Knabenfigur mit oder ohne Flügel. Die seit der Frührenaissance üblichen Kinderengel werden im allgemeinen italienisch als Putti (Mz.) oder auch deutsch als Putten (Mz.) bezeichnet. Sie gehen auf die schon in der Antike bekannten Darstellungen kleiner, oft geflügelter nackter Knaben zurück. Die so genannten * Amoretten, * Cupidines oder * Eroten galten als verniedlichte Gestaltungen des griechisch-römischen Liebesgottes * Eros/Amor (* Cupido) und fanden ihre Fortsetzung in der *
byzantinischen Kunst
. Ein bekanntes Beispiel mit zahlreichen Darstellungen von Putti ist das so genannte "Veroli-Kästchen" aus dem 10./11. Jh. im Victoria & Albert Museum in London.

Putti zählten vom 16.-19. Jh. zu den beliebtesten Beimotiven sowohl der profanen als auch der sakralen Kunst. In seltenen Fällen findet man neben Knaben auch kleine Mädchen wiedergegeben. Eine Sonderform sind die so genannten * Heldenputti. Im Barock tragen Knabenfiguren manchmal Pfeil und Bogen oder zumindest einen quer über die Brust laufenden "Köchergurt". Bei Vorhandensein dieser Attribute spricht man nicht von Putti, sondern wie in der Antike von * Amoretten (Cupidines) oder, bei erotischen Motiven, von Eroten. Putti mit einem Röhrchen zur Herstellung von Seifenblasen sowie schlafende Putti mit einem Totenschädel als Kopfunterlage zählen zu den * Memento-mori-Darstellungen.

S. WEBER, Die Entwicklung des P. in der Plastik der Frührenaissance, Diss. Heidelberg 1898; H. W. JANSON, The P. with the Death's Head, in: The Art Bulletin 19, 1937, S. 423-449; P. WILLIAMSON, The Veroli Casket, in: The Medieval Treasury. The Art of the Middle Ages in The Victoria and Albert Museum, London 1986.


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